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Orchideen richtig pflegen: Tipps und Tricks für gesunde Pflanzen

Inzwischen zählt die Orchidee zu den beliebtesten Pflanzen in deutschen Wohnzimmern oder Wintergärten: Mit ihrer exotischen Schönheit zaubert die Pflanze ganzjährig Urlaubsflair und einen Hauch Regenwaldatmosphäre in jeden Wohnraum. 

Orchideen (Familie Orchidaceae) gehören zu den vielfältigsten Pflanzen überhaupt: Sie wachsen auf nahezu allen Kontinenten - mit Ausnahme der Antarktis - und es gibt mehr als 25.000 Arten weltweit. Selbst in Deutschland sind rund 60 Arten heimisch, die meist in Wäldern oder auf kalkreichen Wiesen wachsen.

Die wohl bekannteste und zugleich beliebteste Orchideenart ist die Schmetterlingsorchidee, deren botanischer Name Phalaenopsis lautet. Sie erfreut meist mehrmals im Jahr mit ihren Blüten und ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Auch für Orchideen-Einsteiger ist die Pflanze ideal geeignet, da sie im Vergleich zu anderen Arten überaus pflegeleicht ist.

Trotz allem benötigt jede Pflanze - ganz gleich, ob sie im Zimmer oder im Garten gehalten wird - regelmäßige und auf die jeweilige Art abgestimmte Pflege. Besonders bei Orchideen gilt es, einige wichtige Regeln zu beachten, damit Sie lange Freude an Ihren Pflanzen haben.

Der richtige Standort für Ihren Orchideen

 Hell - ohne direkte Sonneneinstrahlung:
Die meisten Orchideenarten mögen es hell und warm: Der Platz auf der Fensterbank eines Ost- oder Westfensters ist optimal für die tropischen Pflanzen. Direkte Sonneneinstrahlung an Südfenstern ist hingegen ungeeignet und kann sogar zu Verbrennungen am Blattwerk und den Blüten führen.

 Warm:
In kühleren Wintermonaten ist es empfehlenswert, Orchideengewächse in beheizten Räumen, wie etwa dem Wohnzimmer, zu platzieren. Achten Sie jedoch unbedingt auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit, um den natürlichen Lebensraum der Pflanzen möglichst gut zu simulieren.

Orchideenstandort in der Wohnung

Der optimale Orchideenstandort in der Wohnung

Orchideen umtopfen

 Nach der Blüte:
Der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen Ihrer Pflanzen ist nach der Blüte - vorzugsweise im Frühjahr.

 Alte Erde entfernen:
Entfernen Sie zunächst das alte Substrat vollständig aus dem Wurzelballen: Das funktioniert am unkompliziertesten draußen im Garten oder auf dem Balkon. Anschließend untersuchen Sie das Wurzelwerk der Orchidee auf abgestorbene oder faule Wurzeln, die Sie mit einem scharfen Messer oder einer Pflanzenschere entfernen können.

 Richtiges Substrat verwenden:
Konventionelle Blumenerde ist für Orchideen übrigens nicht geeignet: Verwenden Sie ausschließlich spezielles Orchideensubstrat, das durch seine grobe Struktur Gießwasser optimal aufnehmen und speichern kann, gleichzeitig jedoch Staunässe verhindert.

 Der optimale Übertopf:
Orchideentöpfe aus Keramik oder Ton sind besonders gut geeignet, da sie Ihre Pflanzen durch eine integrierte Stufe vor Staunässe schützen.

Orchideen umtopfen

Orchideen umtopfen - am besten in einen speziellen Orchideentopf.

Verschiedene Gießmethoden

Grundsätzlich gilt: Am liebsten mögen es Orchideen, am Morgen gegossen zu werden, denn zu diesem Zeitpunkt sind sie am aktivsten bei der Wasseraufnahme. Verwenden Sie möglichst Regenwasser oder kalkarmes Leitungswasser mit Zimmertemperatur verwenden.

 Tauchverfahren:
Stellen Sie den Orchideentopf für einige Minuten in zimmerwarmes Wasser oder Regenwasser. Anschließend lassen Sie die Pflanze freistehend abtrocknen.

 Einsprühen:
Das Bewässern mit einem Handsprüher ist eine bewährte Methode, um Ihre Orchidee mit zusätzlicher Feuchtigkeit zu versorgen. Auf diese Weise wird der natürliche Feuchtigkeitsbedarf der Pflanzen naturnah gedeckt und ermöglicht eine punktuelle Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. Besonders während der Wintermonate mit trockener Heizungsluft schützt diese Methode die Luftwurzeln vor dem Austrocknen.

 Konventionelles Gießen:
Natürlich können Sie Ihre Orchideen auch ganz klassisch mit einer Gießkanne bewässern. Allerdings sollten Sie niemals direkt in das Herz der Pflanze gießen und darauf achten, dass kein Wasser im Topf zurückbleibt. Warten Sie nach dem Gießen und lassen Sie der Pflanze sowie dem Substrat Zeit, die Feuchtigkeit aufzunehmen. Danach entfernen Sie überschüssiges Wasser aus dem Übertopf.

Orchideen richtig bewässern

Orchideen regelmäßig bewässern, jedoch unbedingt Staunässe vermeiden.

Regelmäßige Pflegearbeiten und Düngung

 Verwelkte Triebe entfernen:
Verwelkte, einzelne Blüten lassen sich meist problemlos von Hand abzupfen. Abgestorbene Blätter, Blütenstiele oder Luftwurzeln entfernen Sie am schonendsten mit einer Pflanzenschere.

 Düngung:
Auch regelmäßiges Düngen während der Wachstumsphase - zum Beispiel, wenn sich ein neues Blatt oder eine Blüte bildet - kann die Gesundheit Ihrer Orchideen nachhaltig fördern: Geben Sie dazu etwa alle zwei Wochen einen speziellen flüssigen Orchideendünger in das Gieß- oder Tauchwasser.

Besonders gut eignen sich flüssige Dünger auf mineralischer Basis, da sie sich bedarfsgerecht dosieren und optimal im Wasser verteilen lassen - so ist eine gleichmäßige Nährstoffversorgung sichergestellt. Das Orchideensubstrat kann das mit Dünger angereicherte Wasser besonders gut speichern und es wird langsam an die Luftwurzeln der Pflanze abgegeben. Auch in ihrem natürlichen Lebensraum nehmen die Aufsitzerpflanzen ihre Nährstoffe auf diese Weise auf. Während der Ruhephasen ist düngen nicht erforderlich.

Die richtige Pflege ist entscheidend - damit Sie lange Freude an Ihren Pflanzen haben.

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