Frühbeet im Spätsommer: Jetzt Herbstgemüse aussäen
Wenn im August die ersten Beete im Gemüsegarten langsam leer werden, ist das für viele Hobbygärtner das Zeichen, den Garten winterfest zu machen. Doch gerade jetzt erst die zweite Gartensaison: Mit einem Frühbeet können Sie die Gartensaison um mehrere Wochen verlängern und auch im Herbst noch frisches Gemüse anbauen.
Die geschützte Umgebung des Frühbeets bietet optimale Bedingungen für eine Herbstaussaat. Einige Gemüsesorten wachsen bei den kühleren Temperaturen im Spätsommer und Herbst sogar besser als im Frühjahr. Doch welches Gemüse kann man im Spätsommer noch aussäen und worauf kommt es bei der zweiten Kultur an?
Warum sich eine Herbstaussaat im Frühbeet lohnt
Ein Frühbeet wirkt wie ein Temperaturpuffer: Die Verglasung fängt die Wärme der Sonne auf, speichert sie über längere Zeit und gibt sie gleichmäßig an die Pflanzen im Inneren ab. Gleichzeitig schützt der Frühbeetkasten die Gemüse und Salate vor kühlen Nächten und den ersten niedrigen Temperaturen – so lässt sich die Anbauzeit deutlich verlängern. Während Pflanzen in offenen Beeten ab September bei Nachttemperaturen unter 10 °C kaum noch wachsen, bleibt es im Frühbeet oft noch mehrere Grad wärmer – schnell wachsenden Gemüsesorten reicht das vollkommen.
Welches Herbstgemüse kann man im Frühbeet aussäen?
Für die Aussaat im Frühbeet im Spätsommer eignen sich vor allem robuste und schnell wachsende Gemüsesorten oder Salate. Besonders beliebt sind:
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Feldsalat: Feldsalat ist ein Klassiker für die Herbstaussaat und eignet sich hervorragend für das Frühbeet. Je nach Sorte ist eine Aussaat bis Ende September möglich. Nach etwa 6 bis 8 Wochen kann der Feldsalat schon geerntet werden und verträgt auch leichten Frost.
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Spinat: Spinat bevorzugt kühlere Temperaturen – deshalb kann er im Spätsommer und Herbst besonders gut angebaut werden. Die Aussaat ist je nach Sorte bis Mitte September möglich. Im geschützten Frühbeet wächst der Spinat auch dann noch weiter, wenn es im Freiland bereits deutlich kühler wird. Ab Oktober kann mit der Ernte begonnen werden.
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Radieschen: Radieschen gehören zu den schnell-wachsenden Gemüsesorten und eignen sich deshalb ideal für eine zweite Aussaat. Bereits nach rund 4 Wochen können die ersten Knollen geerntet werden. Je nach Wetter und Sorte ist eine Aussaat sogar bis in den späten September möglich.
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Asiasalate wie Mizuna und Pak Choi: Mizuna, Pak Choi und andere Asiasalate kommen mit den kühleren Temperaturen im Herbst gut zurecht. Sie wachsen schnell und können teilweise mehrfach geerntet werden. Besonders praktisch: Statt die gesamte Pflanze auf einmal zu ernten, können einzelne Blätter nach Bedarf abgeschnitten werden. So haben Sie immer frischen Salat zur Hand.
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Pflücksalat: Auch Pflücksalat eignet sich für den Anbau im Frühbeet. Im Vergleich zu Kopfsalat neigt er weniger zum Schossen. Die kühleren Temperaturen im Herbst sind zudem für die Pflanzen angenehmer als die sommerliche Hitze.

Pflücksalate eignen sich optimal für die Herbstaussaat im Frühbeet.
Wann sollte man Herbstgemüse im Frühbeet aussäen?
Der richtige Zeitpunkt für die Herbstaussaat im Frühbeet hängt von der jeweiligen Gemüsesorte, ihrer Kulturdauer und dem erwarteten ersten Frost ab. Als Faustregel gilt: Rechnen Sie die angegebene Kulturdauer der Sorte plus zwei bis drei Wochen Puffer und planen Sie vom ersten zu erwartenden Frost zurück.
Bei Feldsalat mit einer Kulturzeit von etwa 8 Wochen und einem erwarteten ersten Frost Ende Oktober sollte die Aussaat beispielsweise spätestens Anfang bis Mitte September erfolgen. Schnell wachsende Sorten wie Radieschen können dagegen noch bis in den späten September hinein ausgesät werden.
Beachten Sie dabei immer die Angaben auf der Saatgutpackung. Je nach Sorte und Witterungsverlauf können sich die optimalen Aussaatzeiten unterscheiden.
So gelingt die Aussaat im Frühbeet
Bevor Sie das Frühbeet im Spätsommer neu bepflanzen, sollten Sie den Boden vorbereiten. Die vorherige Kultur hat dem Boden meist bereits Nährstoffe entzogen. Lockern Sie deshalb die Erde gründlich auf und arbeiten Sie bei Bedarf etwas Kompost ein. Dadurch schaffen Sie gute Voraussetzungen für die neue Aussaat im Herbst.
Säen Sie die Samen etwas dünner aus als im Frühjahr. Bei den noch milden Spätsommertemperaturen keimen viele Gemüsesorten schnell, sodass die Pflanzen ausreichend Platz zum Entwickeln benötigen. In den ersten Tagen nach der Aussaat ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit besonders wichtig. Achten Sie deshalb auf die richtige Bewässerung.
An sonnigen Tagen sollten Sie das Frühbeet außerdem regelmäßig lüften. Trotz der bereits sinkenden Außentemperaturen kann es unter der Verglasung noch sehr warm werden. Durch regelmäßiges Lüften verhindern Sie einen Hitzestau und sorgen gleichzeitig für ein gesundes Wachstum der Pflanzen. Mit einem automatischen Deckelheber beugen Sie Hitze im Frühbeet zuverlässig vor und schützen Ihre Pflanzen.

Auch in den Spätsommermonaten können Sie noch mit der Aussaat einiger Pflanzen beginnen.
Wer sein Frühbeet im Spätsommer gezielt nachbepflanzt, kann dieselbe Fläche gleich zweimal nutzen und sich über eine zusätzliche Gemüseernte freuen. Feldsalat, Spinat, Radieschen, Asiasalate und Pflücksalat liefern je nach Aussaatzeit und Witterung oft noch bis weit in den Herbst hinein frische Erträge.
Ein Frühbeet ist damit nicht nur für die erste Aussaat im Frühjahr interessant, sondern hilft dabei, die Gartensaison bis in den Herbst zu verlängern.